Pfirsichköpfchen
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Schwarzköpfchen
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Aufzuchtmethoden bei Papageienvögeln

Die Naturbrut

Vogelzüchter sprechen von Naturbrut, wenn die Küken von den Vogeleltern ohne Zutun des Menschen bis zur Futterfestigkeit aufgezogen werden. Sie haben nur geringen Kontakt mit ihrem Pfleger, etwa bei der regelmäßigen Nistkastenkontrolle. Bei dieser Aufzuchtmethode lernen die Kleinen von ihren Eltern alles, was ein richtiger Vogel für sein weiteres Leben wissen muss, sie erfahren, wie sanft die Vogeleltern mit ihrem großen Schnabel füttern und kraulen können, sie erlernen die arttypische Lautsprache und das richtige Sozialverhalten ebenso wie das selbstständige Fressen der angebotenen Futtermittel.  Idealer Weise verbleiben sie auch nach dem Ausfliegen noch eine Weile im Familienverband. Viele Züchter trennen die flüggen Jungen aber auch von den Eltern und bringen sie in Jungvogelvolieren unter.

Solche Jungvögel besitzen dem Menschen gegenüber eine natürliche Scheu, die sie jedoch schnell überwinden, wenn der Halter ein wenig Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringt.

Anders als handaufgezogene Vögel betrachten sie den Menschen nicht als Ihresgleichen, oder gar als Partnerersatz, sondern als willkommenen Futtergeber und Spielkameraden.

Auch für die Elterntiere ist die erfolgreiche Aufzucht einer Brut ein wichtiger Faktor. Sie leiden darunter, wenn man ihnen die Jungen zu früh wegnimmt.

 

Die Handaufzucht

Bei der Handaufzucht werden, wie der Name schon sagt, die Küken nicht von den Vogeleltern, sondern vom Menschen aufgezogen.

Gründe für die Handaufzucht

Es kann passieren, dass die Küken von den Altvögeln nicht, oder nicht ausreichend, gefüttert werden oder sogar von ihnen verletzt werden. Die Ursachen können z.B. Störungen von außen, zu häufige Nistkastenkontrolle, Erkrankung, Unerfahrenheit oder Nichtharmonieren des Brutpaares sein.
In solchen Fällen wird ein Züchter versuchen, die Kleinen durch Handaufzucht zu retten. Derartige Notfall-Handaufzuchten sind schon aus dem tierschützerischen Gedanken heraus gerechtfertigt, wobei allerdings nicht zu vergessen ist, dass solche Notfall-Handaufzuchten oftmals erst durch falsches Verhalten des Züchters erforderlich werden.

Ferner werden Handaufzuchten im Rahmen von Zuchtprogrammen zur Erhaltung besonders bestandsgefährdeter, vom Aussterben bedrohter Arten durchgeführt. Hier will man kein Verlustrisiko eingehen, was in Anbetracht des Zieles der Arterhaltung ebenfalls gerechtfertigt ist..

Weiterhin wird Handaufzucht betrieben, weil die Vögel auf diese Weise von Anfang an an den Menschen gewöhnt werden, was dem Käuferwunsch nach zahmen, zutraulichen Vögeln (scheinbar) entgegenkommt.

Vögel aus Elternaufzucht können genauso zahm werden, ohne dabei ihr natürliches, artgemäßes Verhalten teilweise zu verlieren. Sie bereiten häufig nach Eintritt der Geschlechtsreife weniger Probleme als Handaufzuchten.

Methoden der Handaufzucht

Die Küken werden in einem bestimmten Alter aus dem Nest genommen und von Hand weitergefüttert. Die Fütterung erfolgt entweder mittels einer Kropfsonde, die dem Vogel durch den Schnabel bis in den Kropf geschoben wird, oder mit einer Spritze, mit der der Nahrungsbrei in den Schnabel gegeben wird. Ältere Küken werden häufig mit dem Löffel gefüttert. Manche Züchter entnehmen die Küken erst im Alter von 6 - 8 Wochen, diese Küken haben immerhin eine gewisse Prägung durch die Vogeleltern erfahren dürfen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass diese Vögel teilweise durch die Eltern, teilweise durch den Pfleger geprägt werden (Doppelprägung), was zu gewissen "Identitätsproblemen" des Vogels führen kann. Daher sind auch solche Teil-Handaufzuchten abzulehnen, da sie lediglich dem Zweck dienen, zahme Vögel zu erhalten.

Bei der Handaufzucht ab Ei werden dem Brutpaar die Eier weggenommen und in einem Brutapparat ausgebrütet. Die weitere Aufzucht erfolgt wie oben.
Diese Methode führt dazu, dass das Brutpaar veranlasst wird, sofort ein neues Gelege zu beginnen. Dass dies eine große Belastung für die Henne bedeutet, liegt auf der Hand. Die Vögel werden als Legehennen missbraucht, die Küken erfahren nie den liebevollen Kontakt der Henne. Eine solche Methode wird jeder gewissenhafte Züchter ablehnen!

Die von Hand aufgezogenen Jungen wachsen entweder isoliert, also ohne Kontakt zu anderen Vögeln, oder im Geschwisterverband oder mit Jungvögeln anderer Paare oder Arten zusammen auf.