Handaufzucht vs. Naturbrut in Bildern

Hier möchte ich anhand einiger Bilder den Unterschied zwischen der natürlichen Aufzuchtmethode und der Handaufzucht zeigen. Auch wenn die hier dargestellte Handaufzucht mit Sicherheit sehr sorgfältig und liebevoll erfolgte, mag man erahnen, was einem Küken entgeht - die Fürsorge der Vogeleltern!

Auf der Webseite www.nymphicus.de gibt es eine humorvoll kommentierte Bilddokumentation vom Aufwachsen junger Nymphensittiche. Die Bilder zeigen, wie wichtig es für die Küken ist, in Gemeinschaft und unter Obhut der Vogeleltern heranzuwachsen. Das Beispiel der Nymphensittiche ist ohne weiteres auf andere Papageienarten übertragbar.

Einen lückenlosen Verlauf einer Naturbrut kann ich leider nicht zeigen, da es riskant ist, die Eltern häufig durch Fotosessions zu stören. Deshalb sind Bilder aus dem Nistkasten nicht so häufig zu finden und die Naturbrut-Bilder zeigen verschiedene Stadien der Aufzucht an unterschiedlichen Vogelarten.

Die Handaufzucht-Bilder zweigen zwei kleinen Graupapageien, die von den Elterntieren nicht mehr gefüttert wurden und daher von Hand aufgezogen werden mussten. Es handelt sich also um eine Notfallhandaufzucht.

Handaufzucht Naturbrut
Wiegen des Kükens
Laufende Gewichtskontrolle ist nötig - wie soll Mensch sonst wissen, ob Vogelbaby genug Futter bekommt und gut wächst?

Kücken in der Schüssel
Die mit einem Tuch ausgelegte Schüssel ist ein üblicher Ersatz für die Nisthöhle.

Fütterung mit dem Löffel
Dieses Kleine wird sehr liebevoll gefüttert, wobei das Köpfchen ein wenig gehalten werden muß. Ein Löffel ist nun mal kein Schnabel.

Kücken lässt sich kraulen
Tüchtig gewachsen sind die Küken und genießen die Streicheleinheiten der menschlichen Hand. Sie wissen nicht, dass ihre Vogeleltern sie viel besser kraulen und ihre Federkiele öffnen könnten. Dies und viele andere Papageien-Verhaltensweisen können sie leider nicht lernen. Wenn sie Glück haben, gibt man uns später einen Partner, der Papageienverhalten gelernt hat und es ihnen beibringt.
Schönsittich-Küken
Junge Schönsittiche - dicht zusammengekuschelt warten sie auf die Rückkehr der Mutter.

Springsittich-Küken
Im Nistkasten der Springsittiche ist es zwar nach menschlichen Maßstäben nicht so sauber, aber das schadet den Kleinen nicht - es ist natürlich.

Blick in einen Wellensittichkasten
Wellensittichmütter füttern ihre Frischgeschlüpften, indem sie sie auf den Rücken drehen. Nach wenigen Tagen können sie das Köpfchen heben.

Junge Schönsittiche
Die Schönsittiche haben das Nest verlassen und werden noch einige Zeit von den Eltern weiter gefüttert und betreut. Dabei lernen und üben sie das selbstständige Fressen. Die Eltern füttern so lange zu, bis die Jungvögel wirklich in der Lage sind, selbstständig genug Futter aufzunehmen. Frühestens dann, wenn sie futterfest sind, dürfen sie von den Altvögeln getrennt und abgegeben werden.
Alle Bilder: © Familie Jonas
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Bild 1,2,4: © Jens Hofmann
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